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Pizzaofen selber bauen – DIY-Anleitung, Tipps und Hilfestellung

Knusprig und heiß muss die perfekte Pizza sein – und wo könnte ein Pizzateig besser gelingen als in einem echten Pizzaofen? Weil die richtige Konsistenz sich kaum mit einem normalen Backofen erreichen lässt, entscheiden sich immer mehr Menschen für den Bau eines Pizzaofens. Mit einem normalen Steingrill, wie man ihn in zahlreichen Gärten sieht, kann man den Ofen übrigens nicht vergleichen, denn die Hitze wird hier nicht direkt an die Speisen weitergeleitet, sondern heizt den Ofen auf.

Die Steinmauern geben die Wärme dann an den Teig weiter und die Pizza wird innerhalb weniger Minuten knusprig gebacken. Daher bestehen Pizzaofen für den Garten in der Regel aus Lehm oder Schamottsteinen, da diese eine besonders hohe Wärmespeicherfähigkeit aufweisen. Zwar gibt es heutzutage eine große Auswahl an Bausätzen für Pizzaöfen, doch mit etwas handwerklichem Geschick können auch Laien einen solchen Ofen selbst errichten. Hier haben Sie den Vorteil, dass Sie einen Bau ganz nach dem eigenen Geschmack vornehmen können, so dass der Ofen später perfekt zum Garten und dem Haus passt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, damit auch Sie sich bald an einem eigenen Pizzaofen erfreuen können.

Welche Vorteile bietet ein Pizzaofen?

Egal, ob für ein Gartenfest, für einen Geburtstag oder einfach für einen gemütlichen Abend mit der Familie: Eine Pizza schmeckt Groß und Klein und bietet viel Raum für Kreativität. Jeder kann sich seine Pizza so belegen, wie er es möchte. In einem Pizzaofen ist der Teigling dann viel schneller fertig gebacken als in einem Backofen in der Küche, darüber hinaus zeichnet sich das Backen im Steinofen durch viel höhere Temperaturen aus und nimmt oft nur drei Minuten in Anspruch. Diese Temperaturen sind auch erforderlich, damit der Teig seine knusprige Konsistent erhält.

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Bevor es losgeht: Die Vorbereitung für den Bau des Pizzaofens

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Überlegen Sie sich einen geeigneten Standort für ihren Pizzaofen.

Ehe es mit dem Bau des Pizzaofens losgehen kann, geht es zunächst darum, einen passenden Standort im Garten zu finden. Dies ist gar nicht so einfach, denn man darf sich dabei nicht nur am eigenen Geschmack orientieren, sondern muss auch die erforderlichen Faktoren für den Pizzaofen selbst berücksichtigen. So sollte die Öffnung senkrecht in die Richtung, aus der der Wind am häufigsten weht, zeigen. Weiterhin darf der Ofen sich nicht zu dicht an Pflanzen oder direkt unter Bäumen befinden, da sich die Außenfassade des Ofens nach mehreren Stunden stark aufheizen kann. Planen Sie etwa eine Fläche von 2 bis 3 m² für den Ofen ein und achten Sie darauf, dass der Rauch nicht auf Nachbargrundstücke ziehen kann.

Den Einkauf der Materialien können Sie größtenteils im Baumarkt erledigen: Sowohl Mörtel und Klinker- bzw. Backsteine als auch Schamottsteine und Stahlstangen zur Stabilisierung derselben können Sie hier kaufen. Planen Sie außerdem eine Metalltür mit ein, mit der Sie den Ofen verschließen können, damit die Pizza darin schneller gart. Beim Bau des Pizzaofens sollten Sie dann die Abmessungen der Tür berücksichtigen, damit diese später perfekt passt.

Die Errichtung des Fundaments

Ein Pizzaofen muss stabil und sicher auf dem Boden stehen. Dafür ist zunächst der Bau eines Fundaments erforderlich, wofür eine Fläche von 100 x 140 cm in einer Tiefe von 50 cm in der Regel ausreichend ist. Die ausgehobene Grube füllt man nun mit Sand auf und klopft diesen fest, ehe darauf eine etwa 10 cm dicke Betonplatte gegossen wird. Für zusätzliche Stabilität sorgt außerdem eine Baustahlmatte, welche die Bildung von Rissen verhindert. Geben Sie dem Beton mindestens 24 Stunden lang Zeit, um vollständig aushärten zu können.

Eine andere Lösung ist, statt Fertig-Estrich Betonkies zu verwenden, der im Verhältnis 3:1 mit Wasser vermischt wird. Die daraus entstehende Masse härtet wie normaler Beton innerhalb weniger Stunden aus.

Das Mauern des Pizzaofens

Nun wird es ernst: Steht das Fundament, kann man damit beginnen, die Basis für den Ofen aus Stein zu errichten. Zum Mauern eignen sich unter anderem Back-, Bruch- und Klinkersteine sehr gut. Die erste Steinreihe sollten Sie U-förmig anordnen und dann mit Mörtel bearbeiten.

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So könnte ihr neuer Pizzaofen aussehen!

Danach kann es mit der zweiten Reihe weitergehen – beginnen Sie hier jedoch mit einem halben Stein. Möchten Sie den Stein zerteilen, kerben Sie ihn zuvor mit einem Maurerhammer an der Sollbruchstelle ein und teilen ihn danach mit einem kräftigen Hieb entzwei. Für die dritte Reihe verwenden Sie dann wieder zuerst einen ganzen Stein, für die vierte einen halben – und so weiter. Auf diese Weise werden die rund 1 cm dicken Fugen versetzt angeordnet, was die Mauern optimal stabilisiert. Tragen Sie darauf eine Mörtelschicht mit einer Dicke von etwa 5 cm auf, das Sie mit einer Kelle formen, um den jeweiligen Mauerstein anschließend hineindrücken zu können.

Der Druck der Steine sorgt für Stabilität

Der Druck sorgt dafür, dass sich der Mörtel gleichmäßig unter den Steinen verteilen kann. Überschüssigen Mörtel können Sie mit der Kelle einfach abwischen und weiterverwenden.

Achten Sie auf die korrekte Gewichtsverteilung und Stabilität des Ofens

Fahren Sie mit dem Mauern schrittweise fort, bis Sie die gewünschte Arbeitshöhe für den Pizzaofen erreicht haben. Dann ist es Zeit mit dem Bau einer Zwischenwand zu beginnen. Sie wird parallel zur hinteren Außenwand des Ofens verlaufen und trägt gleichzeitig auch einen Teil des Gewichts der Kuppel.

Ist der Ofen hoch genug gemauert, arbeiten Sie vier Stangen aus Stahl ein. Hierfür tragen Sie eine Art Fundament auf die oberste Schicht der Steine auf und legen die Stangen darauf. Sie dienen als Unterlage für die Schamottsteine, die Sie nun auf die Stahlstangen mauern. Ordnen Sie die Schamottsteine am besten in zwei Reihen an, damit Sie am Ende eine stabile und robuste Platte erhalten.

Das Verputzen der Kuppel

Die zwischen den Schamottsteinen liegenden Fugen können Sie mit gewässerten Weidenruten auffüllen und anschließend in eine kuppelförmige Form bringen. Für mehr Stabilität können Sie weitere Weidenruten einflechten, bis das Gerüst genügend Halt hat. Nun ist es Zeit, die Kuppel zu verputzen: Tragen Sie innen und außen Lehm auf, bis die Kuppel etwa eine Dicke von 10 bis 15 cm aufweist. Wichtig: Vor dem Verputzen sollte ein Tontopf in das Gerüst gesteckt werden, den Sie danach wieder herausnehmen. Diese Aussparung stellt den für den Ofen so wichtigen Rauchabzug dar.

Betonierung des Feuerraums und Fertigstellung des Ofens

Geben Sie der Lehmkuppel einige Tage lang Zeit zum Trocknen. Anschließend sollten Sie den Ofen etwa drei Mal aufheizen, um auch die restlichen Materialien durch die Hitze vollständig trocknen zu lassen. Falls Sie während der Trocknung immer wieder kleine Risse feststellen sollten, machen Sie sich keine Sorgen – diese sind ganz normal und lassen sich problemlos mit Lehm verputzen. Der letzte Schritt ist das Montieren der Tür, so dass Sie den Ofen später verschließen können. Hierfür eignet sich Metall als Werkstoff am besten.

Beispiele für den DIY-Bau eines Pizzaofens

Eine wirklich tolle Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du auf der Seite von OBI. In dem PDF-Bauplan findest du alles von einer Materialliste über das benötigte Werkzeug bis hin zu Bildern und kleinen Sizzen. Ideal für Anfänger:

www.obi.de

In der Schweiz hat eine Schulklasse einen kleinen, aber feinen Lehm-Pizzaofen gebaut. Es gibt hierzu einen netten Projektbericht:

www.kebabplus.ch

Auf dieser Seite findest du eine schöne bebilderte Fotoschau wie Du einen eigenen Pizzaofen bauen kannst:

www.keine-eile.de

Ein Ramster-le-ronde wird in eine Mauer eingebettet. Auch nicht schlecht:

www.grillsportverein.de

Wir haben übrigens einen interessanten Produktbericht zum Ramster verfasst. Folge einfach diesem Link.

Wie gut ist ein Bausatz für einen Pizzaofen?

Die Frage, ob man sich eher für einen fertigen Bausatz oder für einen selbstgebauten Pizzaofen entscheiden sollte, muss jeder für sich selbst beantworten. Allerdings zeigt sich häufig, dass ein Bausatz zwar günstiger ist, aber nicht immer den eigenen Wünschen entspricht. Wer wirklich einen Ofen nach seinem Geschmack bauen möchte, sollte daher immer selbst einen Bauplan entwerfen. Der Bau an sich ist gar nicht so schwer, wenn man mauern und sich vielleicht noch von einer zweiten Person helfen lassen kann. Wichtig ist, sich bei der Errichtung des Ofens Zeit zu lassen und zwischenzeitlich immer wieder zu prüfen, ob alles stimmt und die Symmetrie stimmt. Denn natürlich soll ein Pizzaofen nicht nur funktionell sein, sondern auch eine schöne Zierde für den Garten darstellen.

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Ein kompletter Bausatz für einen Pizzaofen ist für die meisten Hobby-Pizzabäcker in der Regel die günstigste, einfachste und schnellste Alternative zum Selbstbau. Schließlich ist das Ziel nicht ein Studium von Bauanleitungen oder Mauern von Wänden, sondern das Backen von leckerer Pizza, Brot und Flammkuchen.

Hier finden Sie einige Beispiele an fertig gemauerten Pizzaöfen.

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Wer mehr über fertig montierte Pizzaöfen für den Garten erfahren möchte, der kann sich auf unsere übersichtliche Vergleichstabelle die entsprechenden Pizzaöfen für den Indoor- und Outdoor-Einsatz anschauen.

Von großer Bedeutung: Das richtige Holz für den Betrieb eines Pizzaofens

Wenn Sie Ihren Ofen fertiggestellt haben und die erste Pizza darin backen möchten, sollten Sie Wert auf das richtige Holz legen – denn erst dieses sorgt für ein perfektes Aroma. Grundsätzlich eignen sich alle Harthölzer sehr gut, doch Eichen- und Buchenholz sind eine besonders gute Wahl. Sie geben dem Teig eine zarte Rauchnote und einen wunderbaren Geschmack. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Olivenholz. Obsthölzer sind dagegen weniger für einen Pizzaofen geeignet, denn einige bilden viel Ruß oder können sogar durch Harzaustritt eine Verpuffung verursachen.

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Jedes Holz weist eine individuelle Charakteristik auf – nicht alle Hölzer erreichen dieselbe Temperatur und dasselbe Brennverhalten, wenn man sie anzündet. Daher sollten Sie darauf achten, stets Hartholz zu verwenden, denn es erreicht hohe Temperaturen und gart die Speisen schnell – genau diese Eigenschaften werden für eine knusprige Pizza benötigt.

Hier sehen Sie noch ein paar interessante Videos wie auch Sie ihren eigenen Pizzaofen bauen:

Pizzaofen selber bauen - Beispiel 1

Pizzaofen selber bauen – Beispiel 1

Hier sehen Sie Beispielbilder besonders schöner Steinöfen Marke Eigenbau:
Pizzaofen selber bauen - Beispiel 2

Pizzaofen selber bauen – Beispiel 2

Pizzaofen selber bauen - Beispiel 3

Pizzaofen selber bauen – Beispiel 3

Letzte Aktualisierung am 8.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API