Pizzateig wird geknetet

Pizzateig selber machen – Einfach, schnell und lecker!

Wenn Sie eine Pizza backen möchten wie beim Italiener um die Ecke, dann ist das mit dem richtigen Teig kein Problem. Viele scheuen sich aber davor ihren Teig selbst herzustellen. Der perfekte selbstgemachte Pizzateig – dafür haben wir ein Rezept. Wie es geht erklären wir Ihnen hier!

Was macht einen guten Pizzateig eigentlich aus?

Geschmäcker sind verschiedenen – das weiß jeder. Aber unserer Meinung nach gibt es doch ein paar Kriterien auf die man sich bei der Bewertung eines Pizzateigs einigen kann:

  • Der Teig sollte nach dem Backen außen knusprig und kross sein
  • Im Inneren sollte er locker und luftig sein
  • bitte ohne Hefegeschmack – das mag niemand
pizza mit viel Käse

Eine amerikanische Pizza mit viel leckerem Käse.

Welche Typen von Pizzateig gibt es denn?

Grundsätzlich gibt es die folgenden verschiedene Pizzateig-Typen:

NapolitanaSfincioneNew York StyleChicago Style
Mit dieser Pizza begann der Siegeszug in Neapel über den gesamten Erdball. Die klassische Napolitana. Der Teig wird lediglich mit Mehl, Wasser, Frischhefe und Salz angerührt und – fertig. Kein Öl, kein Zucker, keine Kräuter.

Seit 2005 wird die Pizza Napoletana sogar als Warenzeichen innerhalb der Europäischen Union geführt. Für eine Specialitá tradizionale garantita – STG sind daher die genauen Zutaten festgelegt:
Weichweizenmehl, Bierhefe, natürliches Trinkwasser, geschälte Tomaten und/oder kleine Frischtomaten (pomodorini), Meersalz oder Kochsalz, natives Olivenöl extra.
Weitere Zutaten, die bei der Zubereitung der Pizza Napoletana verwendet werden können, sind Knoblauch und Oregano, frisches Basilikum und Mozzarella di Bufala Campana g.U.

Die traditionelle Herstellungsweise und die Verwendung der korrekten Zutaten wird regelmäßig in Pizzerien von den verantwortlichen Institutionen kontrolliert.

Die Sfincione ist die sizilianische Variante der Pizza. Es handelt sich auch um einen Hefe-Teig. Der Hauptunterschiede zur Napolitana ist der dickere, leicht gesüßte Teig.Diese Variante der Pizza kommt aus Süditalien – Sizilien. Weitere Unterschiede: Neben den üblichen Zutaten wie Tomaten landen auch gerne Sardellen auf der Pizza. Statt Mozzarella wird gerne Pecorino als Käse eingesetzt.

Je nach Region unterscheidet man unter den folgenden Varianten:

Sfincione Caltanissetta: Zu den Zutaten der Sfincione Caltanisetta gehören neben Tomaten, Schafskäse und Sardellen Oliven, Zwiebeln und Knoblauch.
Sfincione di Palermo: Die Menge des Teiges ist etwa die Hälfte gegenüber der Sfincione Caltanissetta und wird außer dem Schafskäse zusätzlich mit einem würziger Käse wie der Provola und Petersilie belegt.
Sfincione di Patate: Hier wird der Teig zu gleichen Teilen aus Kartoffeln und Hefeteig hergestellt, mit Schafskäse und Salami. In der Regel werden keine Tomaten verwendet.

Die NY- Style Pizza ist ein enger Verwandter der Napolitana. Der Teig wurde von italienischen Einwanderern der neuen Heimat angepasst. Und zwar der Schnelllebigkeit und Take-Away-Mentalität New Yorks, aber allen voran den neuen gasbetriebenen Pizzaöfen. Diese erreichten nicht die hohen Temperaturen der klassischen Holzofen.

Entscheidend für den Erfolg dieser Pizza war:
Fester Boden, aromatischer Biss, stabil, aber nicht knusprig wie ein Cracker. Die New York Pizza muss sehr dünn und elastisch sein. Schließlich kann man sie nur dann wie ein Taschentuch falten und während dem Laufen essen.

Eine aus Chicago stammende Variante der Pizza. Sie ist meist sehr dick belegt. Der Boden der Pizza bildet eine Art Schale mit hohem Rand, die dann mit sehr viel Käse, Tomaten und anderen Zutaten – je nach Wahl – befüllt wird. Die Backzeit der Pizza beträgt bis zu 45 Minuten, weswegen man sie in vielen Pizzerien Chicagos bereits bestellt, bevor man an den Tisch geführt wird.

Varianten sind die Stuffed Pizza (gefüllte Pizza) und die von Pizza Hut bekannte Pan Pizza.

Pizzateig selbst gemacht – Jetzt geht’s los

Vor einem selbst gemachten Pizzateig haben viele Hobby-Pizzabäcker Respekt. Häufig traut man es sich einfach nicht zu oder man hat keine Lust den hohen Aufwand hierfür zu betrieben. Wir zeigen Ihnen wie Sie einen perfekten Teig herstellen – und das ohne viel Aufwand.

Mit einem Fertigprodukt aus dem Discounter werden Sie nicht dasselbe Ergebnis erzielen. Und vergessen Sie nicht, dass der 0815-Teig aus dem Supermarkt, wie die meisten Fertigprodukte, nicht günstiger ist und Sie nicht wissen, welche Inhaltsstoffe dieser tatsächlich beinhaltet.

Unser Tipp: Backen Sie Ihren Pizzateig selber. Es ist günstiger und Sie wissen genau was drin ist! Wir zeigen Ihnen hier wie es genau geht. 

Zutaten für 3 runde Pizzen (ca. 30 cm Durchmesser)

Für den Teig:

  • 500 g italienisches Mehl „Typ 00“
  • 75 g Hartweizengrieß
  • 10 g Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g Hefe
  • 15 ml Olivenöl

Zur Herstellung des Teigs werden nur die oben genannten Zutaten benötigt. Eine bestimmte Zutat macht jedoch den Erfolg eines guten Pizzateigs aus – es ist das Mehl vom „Typ 00“. Dieses Mehl ist in „normalen“ Supermärkten nur schwer zu finden und kostet, wenn man es denn finden sollte , etwa 3 € pro kg.

Italienisches Mehl für das Backen von Pizza

Das ideale Mehl für ihre Pizza.

Alternativ kann man das Mehl  auch online bei Amazon beziehen: Favero – Weizenmehl für Pizza Typ 00*

Gut zu wissen: Der klassische Pizzateig gelingt mit speziellem Pizzamehl (Type 00) oder Weizenmehl Type 550 am besten. Für einen Teig mit kräftigerem Geschmack können Sie eine Mischung aus Type 405 und Type 1050 verwenden. 

Schritt 1:

Zuerst wird das Mehl, der Hartweizengrieß, das Salz und die Prise Zucker vermischt. Zum Anrühren des Hefeansatzes wird lediglich die Hefe in lauwarmen Wasser aufgelöst. Dabei die Hefe gerne ein wenig zerbröckeln. Nun die trockenen Zutaten mit dem feuchten Zutaten langsam verrühren. Zum Schluss wird das Olivenöl dazu gegeben.

Gut zu wissen: Die Prise Zucker sorgt dafür, dass der Gärvorgang beschleunigt wird. Das Zerbröckeln und Auflösen der Hefe sorgt dafür, dass sie sich besser im Teig verteilt.

Schritt 2:

Jetzt sollte der Teig kräftig durchgeknetet werden. So lange, bis er aufhört zu kleben und sich glatt anfühlt.

Teig nach Peter Reinhart

Den Teig gut durchkneten.

 

Pizzateig

Frischer Teigling

Schritt 3:

Zu guter letzt wird der frische Teigling in eine große Schüssel gelegt und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Am Besten ist es, wenn Sie anschließend den Teig für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dort kann er langsam wunderbar aufgehen und später umso besser dünn ausgerollt werden. Es ist auch nicht schlimm, wenn Sie den Pizzateig 24 Stunden oder länger im Kühlschrank ruhen lassen. Er wird dadurch nur noch besser.

Zubereitung

Zubereitung

Pizzateig selber machen 2

Portionieren Sie ihren Pizzateig.

Falls Sie jetzt auch noch wissen möchten, wie Sie die perfekte Soße für den Belag herstellen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Zur perfekten Pizzasoße hier entlang.